Sonntag, 2. Juli 2017

Falsche Schwestern | Rezension

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Titel: Falsche Schwestern
Orginaltitel: The Lost and The Found

Autorin: Cat Clarke

Verlag: Fischer FJB (2016)
Buch: broschierstes Taschenbuch - 12,99

 400 Seiten
empfohlen ab 14 Jahren

Vor 13 Jahren verschwand meine Schwester. 
Jetzt ist sie wieder da. 
Nichts ist, wie es war.

Stell dir vor, du hast deine Schwester verloren. Kidnapping. Seit der Entführung vergehen deine Eltern vor Kummer. Das Loch, das deine Schwester in der Familie hinterlassen hat, ist immer schmerzhaft präsent. Alles fällt auseinander.
Stell dir vor, deine Schwester taucht plötzlich wieder auf. 13 Jahre später! Bei deinen Eltern ist die Freude riesig. Alle scheinen glücklich, aber sie drängt sich so in den Mittelpunkt, dass für dich kein Platz mehr in der Familie ist. Sogar deinen Freund spannt sie dir aus.
Doch dann passiert etwas, das alles verändert.
Cat Clarke wurde in Sambia geboren, hat aber den Großteil ihres Lebens in Schottland verbracht. Bevor sie ihren ersten Roman schrieb, arbeitete sie in einem englischen Verlagshaus als Kinderbuchlektorin. Selbstgestrickte Wollmützen sind ihr Markenzeichen – spannende YA-Bücher ihre Leidenschaft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

Falsche Schwestern beschäftig sich mit einer Thematik, über die man in unserer Welt immer wieder stolpert - Kidnapping von Kindern in jungen Jahren. Die Geschichte wird von Faith Logan erzählt, die ihre Schwester vor 13 Jahren verloren hat.
Entführt und plötzlich ist wieder da. Nie hat jemand in ihrer Familie die Hoffnung aufgegeben und plötzlich ist ihre Schwester Laurel wieder da, nur ist sie nicht mehr die kleine Laurel Logan sondern eine erwachsene Frau.
Cat Clarke hat einen unheimlich guten Schreibstil, der einen durch den Roman schweben lässt. Sie entwickelt ausgreifte Handlungsstränge, einzigartige Charaktere und vor allem einen Spannungsbogen, der sich über die ganze Zeit des Lesens zieht
Dieses Buch hat mir gut gefallen, es war voller Überraschungen und einige Thriller-Elemenete waren ebenfalls enthalten. Es war einfach nur spannend miterleben zu dürfen, wie eine Entführung ein Leben, eine Kindheit verändert hat, obwohl man selbst nicht die Entführte ist. Und genau das hat dem Buch an einigen Stellen leider auch gefehlt.

Die Gefühle. Die Gefühle sind in dem Wirbel um alles und nichts einfach untergetaucht und das gab mir eine Distanzierung zum Buch und der Handlung, da es einfach an einigen Stellen kalt und unbarmherzig gewirkt hat.
Jedoch hat es mich anonsten gepackt, wachgerüttelt und zum weinen gebracht, denn das Ende hatte es wirklich ins sich.

Ein Buch zum Nachdenken und Mitfiebern.
Empfehlenswert für jeden, der die Wahrheit herausfinden will und Familiengeschichten liebt.

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